Samstag, 20. August 2016

Ashtanga Yoga (Vinyasa)

Traditionelle dynamische Yogaform - In Indien war Hatha Yoga bereits im 15. Jahrhundert als das "körperliche Yoga" bekannt. Ashtanga Yoga – das auch Vinyasa Yoga genannt wird – ist eine Unterform dieses körperlichen Yogas. Es konzentriert sich auf die Atemkontrolle und die Körperhaltung. Diese beiden Grundpfeiler werden auch Pranayma und Asana genannt.

Ashtanga Yoga - 99 % Praxis 1% Theorie

Die Neuentdeckung des Hatha Yoga

Der 1888 geborene Yogalehrer Tirumalai Krishnamacharya gilt als der Vater des modernen Yoga. Er und seine Schüler waren die mit Abstand einflussreichstes Yogalehrer des 20. Jahrhunderts. Ihnen ist es zu verdanken, dass Hatha Yoga weltweit ein Begriff wurde. Die verschiedenen Yogalehren wurden über die Jahrtausende nur mündlich überliefert.

Anfang der 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts besuchte Tirumalai Krishnamacharya eine Bibliothek in Kalkutta. Zusammen mit einem Schüler suchte Krishnamacharya nach legendären, alten Yoga-Schriften – und fand sie! Krishnamacharya gab das Wissen, das auf den jahrhundertealten Blättern festgehalten worden war, erst mündlich an seinen Schüler Pattabhi Jois und später – ebenfalls mündlich – an seinen Schwiegersohn Bellur Krishnamachar Sundararaja Iyengar weiter.

Iyengar und Jois – die ersten Yoga-Botschafter und ihre berühmten Anhänger

Yoga im alten Indien - Iyengar & Jois

Krishnamacharyas Schwiegersohn Iyengar kam in den 50er Jahren mit dem Violinisten Yehudi Menuhin in Kontakt. Der weltberühmte Geiger litt unter Ermüdungserscheinungen und konnte sich nicht mehr konzentrieren. Iyengar brachte ihn dazu, eine Stunde lang tiefenentspannt zu schlafen.

Bei anschließenden Yogaübungen wurde er wieder fit. Menuhin praktizierte deshalb bis zu seinem Lebensende 1999 Yoga. Er berichtete Freunden und Kollegen von seinen positiven Erfahrungen und wurde so der erste Botschafter des modernen Yogas. Eine andere und genauso wichtige Rolle spielte der Krishnamacharya-Schüler Pattabhi Jois.

Er widmete sein ganzes Leben den verschiedenen Yogalehren und schrieb mehrere Bücher darüber. Später wurde er der bedeutende Lehrer von westlichen Yogis. Er unterrichtete Größen wie die Yogalehrer David Williams, David Swenson und Nancy Gilgoff. Das moderne Power Yoga entstand, für das sich Promis wie Sting, Madonna und Gwyneth Paltrow von Anfang an begeisterten. Power Yoga hat seinen direkten Ursprung in den Lehren des Ashtanga.

Die Übungen und die Lehre wurden nur so modifiziert, dass sie zur modernen Zeit mit ihren besonderen Ansprüchen passen. Passende Yogamatten für dynamische Yoga Arten wie Ashtanga Yoga zeichnen sich durch eine besonders gute Rutschfestigkeit und sehr gute Dämpfungseigenschaften aus. Ashtanga Yogamatten sind die ideale Grundlage für Deine Asanas.

Yoga in unserer Zeit

Heute gibt es unter den bekanntesten Stars international zahlreiche überzeugte Yoga-Anhänger. Dazu gehören Schauspieler wie Daniel Craig, aber auch der Fußballer David Beckham, Bundestrainer Jogi Löw, Ex-US-Präsident Bill Clinton und viele mehr. Gwyneth Paltrow hat sich so für Yoga engagiert, dass sie heute selbst Yoga unterrichtet. Eine Yoga-Stunde mit ihr wurde bei einer Charity-Veranstaltung einmal für 44.0000 Euro versteigert. Zahlreiche Yogalehrer führen heute auch ihre eigenen Blogs und vermitteln Wissen an Interessierte. Zu den angesehensten Blogs, die auch regelmäßig auf der Top-10-Liste erscheinen, gehören Daily Cup of Yoga und der Blog der bekannten Yogalehrerin Rachel Scott.

© LotosVideo

Der achtgliedrige Weg des Yoga

Ashtanga Yoga oder Vinyasa Yoga bauen auf einer bestimmten Philosophie auf: Unsere Seele soll die gesamte Welt der Gefühle erfassen können. Um dieses Ziel zu erreichen, beschreitet der Yogi einen achtgliedrigen Weg. Ashtanga bedeutet sogar wörtlich übersetzt "der achtgliedrige Weg". Dieser Weg soll zur Inspiration dienen, es gibt keine Zwänge und keine strengen Regeln. Er besteht aus einer Reihe von Bewusstseinsstufen, die für jeden von uns von unterschiedlicher Bedeutung sind. Es handelt sich um Empfehlungen, und manche Glieder sind für den einen wichtiger als für den anderen. Ob jemand das achte Glied – das höchste Ziel – erreichen will, wird jedem selbst überlassen.

  • Yamas – das erste Glied des Weges

    Yamas besteht aus weiteren fünf Unterpunkten, die sich mit Ehrlichkeit, Ungerechtigkeit, Aufrichtigkeit, Rücksichtnahme und Enthaltsamkeit beschäftigen. Diese fünf Grundregeln spiegeln die weltlichen Schwierigkeiten wider, mit denen der Mensch kämpfen muss. Das Ziel besteht darin, allen körperlichen Versuchungen zu widerstehen.

  • Niyama – das zweite Glied des Weges

    Niyama hat ebenfalls fünf Unterpunkte, die genau wie das erste Glied – Yamas – das Ziel haben, ein besserer Mensch zu werden. Es geht um Bescheidenheit, Sauberkeit, die Fähigkeit zur Hingabe, geistige Klarheit und innere Reinheit.

  • Asana – das dritte Glied des Weges

    Bei Asana geht es schließlich um Körperübungen und in erster Linie darum, das richtige Sitzen zu lernen. Denn nur in der richtigen Sitzhaltung ist Meditation möglich und erfolgreich. Alle Übungen sind so entwickelt, dass keine Schmerzen empfunden werden können, da Schmerzen vom Ziel ablenken würden.

  • Pranayama – das vierte Glied des Weges

    Auf diesem Weg wird das richtige Atmen gelehrt. Das Wort besteht aus "pran" und "ayama" – also aus "überall" und "ausdehnen". Der Verlauf dieses Wegs besteht aus vier Untergruppen.

  • Pratayahara – das fünfte Glied des Weges

    Auf dem fünften Weg wird gelehrt, wie wir die Sinne von den Versuchungen abwenden können. Die Aufmerksamkeit wird nach innen gelenkt. Wir entscheiden unabhängig von den äußeren Eindrücken darüber, was wie wollen, und welchen Weg wir gehen.

  • Dharana – das sechste Glied des Weges

    Nun geht es um Konzentration. Dharana bedeutet "halten" und lehrt, wie wir uns auf einen bestimmten Punkt konzentrieren. Beispielsweise könnten wir uns so lange auf einen Baum oder einen wunderschönen Ausblick konzentrieren, bis wir mit dem Baum oder den Berg, den wir sehen, eins werden.

  • Dhyana – das siebte Glied des Weges

    Auf dieser Ebene erreicht die Meditation bereits die höchste Stufe. Yogis, die Dhyana erreichen, erleben unbeschreibliche Dinge, denn ihnen werden Einblicke gewährt, die den Menschen normalerweise verschlossen bleiben. Der Yogi wird zu einem leeren Gefäß, das sich mit Wissen füllt.

  • Samadhi – das achte Glied des Weges

    Hier handelt sich um die höchste Stufe und um das absolute Glücksgefühl. Worte können diesen Zustand nicht beschreiben, aber der Yogi erlebt die Gewissheit, mit dem gesamten Universum in einer Einheit zu verschmelzen.

Die Mantras – Begrüßung und Danksagung

Mantras leiten jede Yoga-Stunde ein, und sie beenden sie auch wieder. Das Begrüßungsmantra öffnet unsere Seele. Im Abschlussmantra bedanken wir uns für alle Erfahrungen und Gefühle, die uns dank dem Yoga vermittelt wurden.

Mantras sind "heilige Silben", und die Schwingungen beim Singen eines Mantras machen uns zu Klangkörpern. Untersuchungen haben gezeigt, dass sich beim Singen eines Mantras die Herzfrequenz beruhigt. Der Blutdruck fällt und Glückshormone werden freigegeben. Ein Mantra wird immer in der Yoga-Sprache Sanskrit gesungen. Eines der bekanntesten Mantras für das Vinyasa Yoga / Ashtanga Yoga stammt noch von dem berühmten Yoga-Lehrer Pattabhi Jois.

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