Yogakissen und Sitzkissen passend auswählen
Ein Yoga-Sitzkissen erhöht das Becken bei Meditation und ruhigen
Sitzhaltungen, während ein Bolster eine längere Auflagefläche für
unterstützte Liegepositionen bietet. Augen- und Nackenkissen sind für
kleinere, gezielte Auflagen gedacht. Die folgenden Bereiche führen dich
zu den passenden Kissenarten.
Sitzen und meditieren
Yoga-Sitzkissen erhöhen das Becken und unterscheiden sich durch
Sitzhöhe, Grundfläche und Form. Runde Modelle bieten eine kompakte
Sitzbasis, während Halbmondkissen vor der Sitzfläche mehr Raum für
Füße und Unterschenkel lassen.
Lagern und stützen
Yoga-Bolster und Rechteckkissen tragen eine größere Körperpartie als
ein Sitzkissen. Runde Bolster bilden eine gewölbte Unterlage,
rechteckige Modelle liegen breiter auf. Kleine Nackenrollen lassen
sich gezielter platzieren.
Kleine Kissen für Ruhephasen und unterwegs
Augenkissen sind kleine textile Auflagen für Savasana, Yoga Nidra und
ruhige Liegephasen. Reisekissen bieten eine kompaktere Sitzlösung für
Studio, Retreat oder Urlaub und sollten nach Packmaß, Gewicht und
tatsächlicher Sitzhöhe gewählt werden.
Design, Ersatzbezüge und Füllmaterial
Stickereien und Chakra-Motive verändern die Gestaltung des Kissens.
Ersatzbezüge und Füllmaterial dienen dagegen der Pflege oder
Anpassung. Prüfe bei Zubehör stets Form, Maße und Kompatibilität mit
deinem vorhandenen Kissen.
Yoga-Sitzkissen nach Sitzhöhe und Form wählen
Die Sitzhöhe bestimmt, wie weit dein Becken gegenüber dem Boden
angehoben wird. Ein höheres Yoga-Sitzkissen kann passen, wenn deine Knie
in einer gekreuzten Sitzhaltung deutlich über dem Becken bleiben. Ein
niedrigeres Modell erhält mehr Bodennähe und eignet sich eher, wenn du
bereits mit wenig Unterstützung stabil sitzt.
Runde Yogakissen benötigen wenig Stellfläche und lassen verschiedene
Beinpositionen zu. Zafu-Kissen besitzen meist eine höhere, gefaltete
Seitenwand. Halbmondkissen sparen den Bereich direkt vor der Sitzfläche
aus, während XXL-Kissen mehr Platz bieten und entsprechend mehr Raum
benötigen.
Dinkelspelz, Buchweizenschalen oder Kapok?
Dinkelspelzen und Buchweizenschalen sind bewegliche, körnige Füllungen.
Sie lassen sich im Innenkissen verteilen und ergeben eine eher feste,
formbare Sitzbasis mit spürbarem Eigengewicht. Buchweizenschalen können
kompakter liegen, während Dinkelspelzen häufig etwas lockerer beweglich
bleiben.
Kapok besteht aus leichten Pflanzenfasern und fühlt sich weicher und
federnder an als eine körnige Füllung. Ein Kapokkissen ist daher nicht
automatisch die festeste Wahl. Das tatsächliche Sitz- oder Liegegefühl
hängt zusätzlich von Füllmenge, Kissenform und Verarbeitung ab.
Ist ein Modell nachfüllbar, kannst du die Füllmenge innerhalb der
vorgesehenen Grenzen verändern. Weniger Füllung senkt das Kissen meist
ab und macht es nachgiebiger, mehr Füllung erhöht und festigt die
Auflage.
Yoga-Bolster und Rechteckkissen richtig abgrenzen
Ein Yoga-Bolster ist länger als ein klassisches Yoga-Sitzkissen und wird
unter Rücken, Brustkorb, Becken, Knie oder Beine gelegt. Es bietet eine
durchgehende Auflage für Yin Yoga, Restorative Yoga und ruhige
Bodenhaltungen.
Rechteckkissen liegen breiter und meist flacher auf als runde Bolster.
Nackenrollen und kleinere Kissen sind für begrenzte Auflagebereiche
gedacht und ersetzen kein großes Bolster, wenn eine längere
Körperpartie unterlagert werden soll.
Bezug, Innenkissen und Pflege
Einige Yoga-Kissen besitzen einen abnehmbaren Außenbezug und ein
separates Innenkissen, andere sind geschlossen verarbeitet. Beachte
deshalb die Pflegeangaben am konkreten Produkt und wasche das gefüllte
Innenkissen nur, wenn dies ausdrücklich vorgesehen ist.
Dinkelspelzen, Buchweizenschalen und Kapok müssen trocken bleiben.
Nimm das Innenkissen vor dem Waschen des Außenbezugs vollständig heraus
und lagere das Kissen vor Feuchtigkeit geschützt. Ein gewaschener Bezug
sollte vollständig trocknen, bevor du ihn wieder aufziehst.
Prüfe bei einem Ersatzbezug neben der Grundform auch Durchmesser, Höhe
beziehungsweise Länge sowie die Position von Reißverschluss und
Tragegriff. Die Bezeichnung Yogakissen allein reicht für eine sichere
Zuordnung nicht aus.